14 April 2010

taxifahren in afrika......



Taxi in Afrika

Am Flughafen und in den Großstädten entsprechen Taxi etwa unserem europäischen Standart. Die Strassen sind gut asphaltiert, 2-oder 3spurig. Moderne Gebäude säumen die Straßenränder, Geschäfte und Industriegebäude.Schon etwas außerhalb der Städte, ändert sich das Bild. Straßenverkauf überall, ein Menschengewirr, Straßenkinder bieten Waren aller Art feil, sobald man anhalten muss, geht es
los, klopfen an die Scheibe, ziehen Grimassen, zeigen ihr Angebot, mitleidig trollen sie sich davon, wenn der Autofahrer nichts kaufen möchte. Ein gefährliches Leben, aber es hilft zum Überleben.
Märkte mit Gemüse, Obst, Kleider, Fisch, Spielwaren, Süßigkeiten,Getränke, Telefonkarten, alle Waren des alltäglichen Gebrauchs.Bunt, laut, meist fröhlich. Modeschau für die einen, Überlebenskampf
für die anderen.Benötigt man auf dem Land ein Taxi, nimmt man das billige Taxi-Brousse.
Das bedeutet, dass die Fahrgäste, die in dieselbe Richtung fahren wollen,
einsteigen, bis keiner mehr reinpasst. Der Zustand dieser Fahrzeuge ist schon nicht mehr ganz so gut.
In kleinen Orten sieht das ganz anders aus, Autos, die bei uns auf dem Schrottplatz landen würden, werden hier, sobald Benzin vorhanden, gefahren, auch für den Taxidienst. Die Fenster schließen nicht, die Türgriffe sucht man vergeblich, die Poster durchgesessen, die Stoßdämpfer durch, man fährt auf
den Felgen. So manches Loch in der Karosserie, lässt Staub, Sand herein.
Es riecht nach Benzin, es ist heiß. Um bei großer Hitze von A nach B zu kommen,
bist du froh, wenn du eines dieser Fahrzeuge findest, wo die Bremsen einigermaßen funktionieren. Wenn du nicht auf einem Pferdekarren transportiert werden willst. Die Fahrer sind wahre Meister und Könige der Straßen, da sie normalerweise nicht sehr schnell fahren. Die Straßenverhältnisse außerhalb sind nicht mit denen der Städte zu vergleichen. Sandig, steinig, eng, grasbewachsen, löchrig und überall Tiere und Menschen oder andere Hindernisse. Die überladenen Großlaster können nur auf den asphaltierten Umgehungsstrassen fahren.Dazwischen schlängeln sich noch Mopedfahrer oder Radfahrer, Männer mit Schubkarren oder sonstigen Transporten. Oder die Märkte eng am Straßenrand.Es kann passieren, dass dem Taxifahrer das Benzin ausgeht, dann gibt es einen unfreiwilligen Stopp, bis ein anderes Fahrzeug hält und dem Fahrer mit Schlauch Benzin abgibt. Das habe ich selbst mal erlebt, nach kurzer Fahrt, außerhalb lief solch eine Aktion in einer Seelenruhe ab, ohne Aufregung. Kein Überfall oder kriminelle Handlung. Geldmangel, ganz einfach. Erstaunlich, dass diese Fahrzeuge überhaupt ihren Dienst noch tun. Mit sehr viel Improvisation und Tricks werden die Autos fahrbereit gehalten. Sämtliche Ersatzteile, Restbleche aus Dosen etc.werden eingesetzt, aus Autoreifen Schuhsohlen, etc. Mangel erzeugt Fantasie für Reste, bzw. Müllverwertung. Bequemlichkeit oder Komfort nur bei den Begüterten.



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